zu
Faktor 3.) Bei unseren Rechnungen sind wir von einer durchschnittlichen
Fahrzeuglänge von 4m ausgegangen.
Auch
hier liegt der Realitätsbezug fern. PKWs haben ca. eine Länge von 3,5m
bis 4m. Auf Autobahnen fahren jedoch auch viele LKWs, Lieferwagen,
etc.
In
Situation 3 wurde versucht auf diesen Faktor einzugehen. Dort wurden drei
verschiedene Fahrzeuglängen gewählt. Zwei Mal wurde eine
überdurchschnittliche Fahrzeuglänge gewählt, einmal eine
unterdurchschnittliche.
Wie
aber in Situation 3 deutlich wird, hängt die Anzahl der Fahrzeuge nur
unwesentlich von der Fahrzeuglänge ab. Bei einer sehr großen
Fahrzeuglängendifferenz (7m, wenn man das Beispiel 7,5t Lkw und Smart
betrachtet) unterscheidet sich die Anzahl der Fahrzeuge lediglich um 84
Fahrzeuge/h.
zu
Faktor 4.) Des weiteren sind wir bei unseren Berechnungen von einer
Bremskonstante k=0,4 ausgegangen. Diese Bremskonstante gilt bei trockener
Fahrbahn, nicht abgefahrenen Reifen und einem durchschnittlichen Bremssystem.
Logischerweise variiert diese Bremskonstante bei unterschiedlicher Fahrbahn-,
Reifenbeschaffenheit und Bremswirkung des Fahrzeuges.
Zunächst
betrachten wir die Fahrbahnbeschaffenheit:
Bei
Regennässe wird die Bremskonstante größer. Dies wirkt sich auf
die Länge des Bremsweges SB aus, wie die Formel für den
Bremsweg zeigt:
SB=
.
Je
größer k, desto länger der Bremsweg SB.
Außerdem
könnte bei Regen Aquaplaning auftreten, bei dem eine sehr geringe Reibung
herrscht. Somit ist der Bremsweg nicht einschätzbar, geschweige denn
berechenbar.
Das
selbe Phänomen tritt bei Schneeglätte und Glatteis
auf.
Der
Bremsweg hängt außerdem von dem Zustand Reifen ab. Je tiefer
das Reifenprofil des Fahrzeuges, desto kürzer der Bremsweg. Weiterhin muss
der Fahrzeughalter die Reifen der Fahrbahnbeschaffenheit anpassen. Im Winter,
bei Schneefall, sollte man, um der geringeren Reibung entgegenzuwirken, Reifen
mit tieferem Profil bzw. Schneeketten verwenden.
Ein
weiterer beeinflussender Faktor ist die Bremswirkung des Kfzs. Diese ist
hauptsächlich von dem Bremssystem abhängig. Ein mit ABS ausgestattetes
Fahrzeug hat im Vergleich zu einem „alten“ Fahrzeug (z.B. VW
Käfer) einen wesentlich kürzeren Bremsweg. Auch der Zustand der
Bremsblöcke beeinflusst die Bremswirkung.
Fazit:
Durch diese vielen unterschiedlichen Faktoren muss man
auch hier feststellen, dass sich unsere Berechnungen auf eine künstlich
geschaffene Situation beziehen und daher unrealistisch sind.
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